Nachgefragt bei... PDF Drucken
Interviews
Samstag, den 11. Oktober 2014 um 04:05 Uhr

... Maximilian Walz

Nach einem langen und fußballerisch sehr ernüchternden Wochenende für den SVW (5 Punkte, Vorletzter), steht man schon sehr früh in der Saison mit dem „Rücken zur Wand“. Am Wochenende kommt es nun zum Jagsttalderby beim TSV Hohebach (4 Punkte, Letzter), welches sicher nicht nur wegen der Tabellensituation wieder viel Brisanz mit sich bringt. Diese Woche beantwortet Abteilungsleiter Maximilian Walz einige Fragen vor dem Duell.

Der Doppelspieltag am letzten Wochenende war im Nachhinein tatsächlich ausschließlich „Fluch“ für den SVW, nicht mal der Hauch von „Segen“ war zu verspüren.

Walz: Wenn man schon diese Vokabeln verwendet, dann kann man sicherlich sagen, dass dieses Wochenende für den SVW sogar „verflucht“ war. Weder in der Reserve noch in der 1. Mannschaft konnten wir etwas Zählbares mitnehmen. Zudem wurden mit Jan Schmidt, Pascal Tittl und Kebbeh Abdoulie bedauerlicherweise drei weitere Spieler in das Westernhäuser Lazarett aufgenommen.

Ein „verfluchtes“ Wochenende also, welches uns noch weiter in den Tabellenkeller gedrückt hat. Man darf jetzt aber auch nicht alles nur pessimistisch sehen. Wir müssen weiter machen und uns ein Erfolgserlebnis erarbeiten!

Zu den schlechten Ergebnissen kommt nun erschwerend hinzu, dass die Verletztenliste definitiv noch länger geworden ist, als diese ohnehin schon ist. Jürgen Tautz wurde einmal mehr für das Spiel gegen Markelsheim reaktiviert und von der Reserve müssen einige bei der Ersten aushelfen. Die Reserve wiederum kommt ohne AH Spieler fast nicht mehr aus. Kann das auf lange Sicht kompensiert werden?

Walz: Der Trend der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Anzahl der Spieler wegen verschiedenster Gründe immer weiter abnimmt. Zurzeit ist die Lage aber so dramatisch wie ich das noch nie in meiner Amtszeit erleben musste. Man muss die Dinge auch deutlich ansprechen: Die Aufrechterhaltung des Herrenspielbetriebs in Westernhausen hängt momentan am seidenen Faden! Hätte Peter Hirn nicht in weiser Voraussicht vor der Saison dafür gesorgt, dass wir im Rahmen unseres Integrationsprojekts Mitspieler aus Gambia dazubekommen hätten, dann wären wir bereits gezwungen gewesen die Reservemannschaft abzumelden. Das ist die traurige Realität. Es gelingt zurzeit nur mit großem zeitlichen Aufwand Woche für Woche eine Reservemannschaft zu stellen. Wenn die Entwicklung weiter so verläuft, dann kann diese dünne Personaldecke definitiv nicht auf Dauer kompensiert werden und dessen sind wir uns auch bewusst! Deshalb findet in diesen Tagen genau zu diesem Thema ein Treffen der Abteilungsleitung mit dem Vorstand statt um nach Lösungsansätzen zu suchen wie wir die Quantität im Spielerbereich steigern können und aus dieser Misere wieder herauskommen.

In der abgelaufenen Saison konnten nach 9 Spielen nur 7 Punkte verbucht werden, in dieser Saison sind es sogar nur 5. Der einzige Dreier in diesem Spieljahr wurde am 2. Spieltag bejubelt, was schon etwas her ist. Liegt es „nur“ an den Verletzten oder siehst du auch andere Gründe?

Walz: Die hohe Anzahl an verletzten Spielern ist sicherlich ein Grund, aber eben auch nur einer unter vielen. Wir haben in den letzten Jahren durch Spieler die ihre Karriere beendet haben oder den Verein gewechselt haben viel Qualität verloren. Dies hat neben dem Qualitätsverlust auch dazu geführt, dass unsere Spielerdecke, wie schon thematisiert, einfach zu dünn geworden ist! Bei einem schmalen Kader kommt es darauf an, dass alle zusammenhalten und mitziehen. Da ist es dann nicht förderlich, dass wir Studenten im Team haben die nur unregelmäßig trainieren bzw. an den Wochenenden auch nicht immer nach Hause kommen. Dies lässt sich aber nicht verhindern. Ganz im Gegenteil; wir sind ja froh, dass sie überhaupt zur Stange halten und diesen Aufwand betreiben! Was mich aber viel mehr ärgert, ist die Tatsache, dass sich einige Spieler ihrer Verantwortung gegenüber den Mitspielern und dem Verein nicht bewusst sind. Es gefällt mir nicht, aus welch leichtfertigen und banalen Gründen teilweise einige bei uns die Trainingseinheiten oder gar Spiele nicht wahrnehmen. Solche Sachen können wir uns derzeit einfach nicht leisten! Dass uns in manchen Situationen natürlich auch einfach das nötige Quäntchen Glück fehlt ist mir als Ausrede zu billig, denn das würde wohl jeder Verantwortliche einer Mannschaft im Tabellenkeller sagen. Wir müssen als Team zusammenstehen, jeder muss noch mehr machen als sonst! Nur so haben wir überhaupt eine Chance auf den Klassenerhalt.

Am Sonntag steht nun das Jagsttalderby in Hohebach an. Der TSV hatte bis zum letzten Freitag lediglich ein Pünktchen auf dem Konto, dann kam Gammesfeld und der erste Dreier der Saison wurde geholt. Somit geht es also im direkten Duell um die berühmte rote Laterne. Wer ist nach diesem Spieltag im Besitz dieser Symbolträchtigen Leuchte?

Walz: Es ist natürlich nicht von Vorteil, dass der TSV  gerade eine Woche vor dem Spiel gegen uns das erste Erfolgserlebnis feiern konnte und somit wohl mit positivem Schwung in die Partien gegen den SVW gehen kann. Trotzdem hätte ich nichts dagegen, die „rote Laterne“ am Sonntag etwas weiter Jagst aufwärts stehen zu lassen und nicht mit nach Westernhausen zu nehmen!

In der Reserve geht es zwar nicht um die rote Laterne, aber darum ein weiteres Abrutschen in der Tabelle zu vermeiden. Zwei äußerst knappe Niederlagen (1:2 & 0:1) am letzten Wochenende gegen die Spitzenteams in der Reserve lassen hier zumindest hoffen oder?

Walz: Für die Reserve ist es natürlich bitter, dass unsere Personalprobleme gerade dann auftauchen, wenn sie gegen die stärkeren Gegner dieser Reserverunde spielt. Nichtsdestotrotz bin ich optimistisch, denn unsere Reserve hat gelernt damit umzugehen auch mit einer immer neu zusammengewürfelten Elf erfolgreich zu sein.

Deine Ergebnis Tipps für beide Teams am Sonntag?

Walz: Reserve: 0:2, 1. Mannschaft: 1:2.

 

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